Campus
Gegenwart

Anlässlich der Ausstellung »BÄNG! Radikale Künstlerinnen aus dem Archiv Sohm« in THE GÄLLERY, haben fünf Studierende der HMDK Stuttgart gemeinsam mit Prof. Britta Wirthmüller und Prof. Christian Grüny Performances entwickelt, die sich auf unterschiedliche Weise auf die fünf Künstlerinnen beziehen, die auf die radikalen Werke der 60er und 70er Jahre antworten, sie umdenken und ihnen widersprechen.
Die Studierenden kommen aus den Bereichen des Figurentheaters, der Musik und der Performance und reagieren so aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Arbeiten.
Mit Performances von Zoé Broneer, Johanna Ehlers, Marie-Luise Pauz, Jasper Seibert, Emilia Vogt, Christian Grüny und Britta Wirthmüller

On the occasion of the exhibition »BÄNG! Radical Women Artists from the Sohm Archive« at THE GÄLLERY, five students from the HMDK Stuttgart, together with Prof. Britta Wirthmüller and Prof. Christian Grüny, developed performances that engage with the five artists in various ways, that respond to, reinterpret, and challenge the radical works of the 1960s and 1970s. The students come from the fields of puppetry, music, and performance art, allowing them to respond to the works from different perspectives.


18.00 Entry
19.00 Emilia Vogt HEART TO EAR, Foyer, ongoing
19.00 Zoé Broneer ME(A)T, Foyer, ongoing
19.00–19.15 Jasper Seibert FÜR CHARLOTTE MOORMAN, Metzler-Saal
19.45 Marie-Luise Pauz IN DIFFERENT PIECES, Metzler-Saal
20.00 Johanna Ehlers MENDING THINGS, 1. OG Raum 27, ongoing
20.30 Christian Grüny & Britta Wirthmüller COMPOSED ON THE OUTSIDE, Foyer & 1. OG, ongoing

 

Vorlesungs- und Diskussionsreihe des Campus Gegenwart im Wintersemester 2026/2027.

Gibt es ein Thema, das alle Disziplinen, Fächer und Kunstformen einer Hochschule für Musik und Darstellende Kunst verbindet? 

Interpretation könnte ein solche Thema sein, auch wenn es sehr verschieden verstanden wird und für manche Künstler*innen scheinbar gar keine Rolle spielt. Gemeinsam ist aber allen Kunstformen, dass sie mit einer Tradition umgehen: Sie schreiben sie fort, verändern sie, unterlaufen sie auch dort, wo sie ganz mit der Produktion von Neuem beschäftigt sind. Sprechen wir über Interpretieren, so sprechen wir auch immer über unser Verhältnis zu einer solchen Tradition.

 

Und auch das Publikum ist mit Interpretieren beschäftigt – auch dort, wo man zögern würde, von »Verstehen« zu sprechen. In Frage steht nicht nur, was das Gesehene und Gehörte bedeutet, sondern wie es gestaltet ist, was es tut und wie es wirkt. Insofern wäre auch noch die Abwehr der Interpretation eine Form des Interpretierens.

Aber wie ist das Verhältnis zur Tradition genau zu denken? Gibt es eine Grundlage, vielleicht sogar einen Text und wie verhält die Interpretation sich zu ihm? Was für eine Rolle spielt Verstehen im Entstehungsprozess einer Aufführung? Wie unterscheiden sich verschiedene Kunstformen und Medien hier voneinander? Was für eine Rolle spielen kollektive Prozesse und einzelne Entscheidungen?

 

Die Reihe geht diesen und anderen Fragen anhand von praktischen Beispielen und theoretischen Reflexionen nach. Sie wird vom Campus Gegenwart veranstaltet, gemeinsam mit Kolleg*innen und Studierenden aus den verschiedenen Fakultäten und Instituten der HMDK und darüber hinaus.

 

 

Praxisbeispiele & Diskussion: Arianna Radaelli (Alte Musik) & Alex Waite (Neue Musik)

Input und Moderation: Maria Huber 

Gibt es ein Thema, das alle Disziplinen, Fächer und Kunstformen einer Hochschule für Musik und Darstellende Kunst verbindet? 

Interpretation könnte ein solche Thema sein, auch wenn es sehr verschieden verstanden wird und für manche Künstler*innen scheinbar gar keine Rolle spielt. Gemeinsam ist aber allen Kunstformen, dass sie mit einer Tradition umgehen: Sie schreiben sie fort, verändern sie, unterlaufen sie auch dort, wo sie ganz mit der Produktion von Neuem beschäftigt sind. Sprechen wir über Interpretieren, so sprechen wir auch immer über unser Verhältnis zu einer solchen Tradition.

 

Und auch das Publikum ist mit Interpretieren beschäftigt – auch dort, wo man zögern würde, von »Verstehen« zu sprechen. In Frage steht nicht nur, was das Gesehene und Gehörte bedeutet, sondern wie es gestaltet ist, was es tut und wie es wirkt. Insofern wäre auch noch die Abwehr der Interpretation eine Form des Interpretierens.

Aber wie ist das Verhältnis zur Tradition genau zu denken? Gibt es eine Grundlage, vielleicht sogar einen Text und wie verhält die Interpretation sich zu ihm? Was für eine Rolle spielt Verstehen im Entstehungsprozess einer Aufführung? Wie unterscheiden sich verschiedene Kunstformen und Medien hier voneinander? Was für eine Rolle spielen kollektive Prozesse und einzelne Entscheidungen?

 

Die Reihe geht diesen und anderen Fragen anhand von praktischen Beispielen und theoretischen Reflexionen nach. Sie wird vom Campus Gegenwart veranstaltet, gemeinsam mit Kolleg*innen und Studierenden aus den verschiedenen Fakultäten und Instituten der HMDK und darüber hinaus.

 

Orchesterprobenraum 

 

Praxisbeispiele & Diskussion: Annalouise Falk (EMP) und Franziska Kötz (Schauspiel)

Input und Moderation: tba 

Gibt es ein Thema, das alle Disziplinen, Fächer und Kunstformen einer Hochschule für Musik und Darstellende Kunst verbindet? 

 

Interpretation könnte ein solche Thema sein, auch wenn es sehr verschieden verstanden wird und für manche Künstler*innen scheinbar gar keine Rolle spielt. Gemeinsam ist aber allen Kunstformen, dass sie mit einer Tradition umgehen: Sie schreiben sie fort, verändern sie, unterlaufen sie auch dort, wo sie ganz mit der Produktion von Neuem beschäftigt sind. Sprechen wir über Interpretieren, so sprechen wir auch immer über unser Verhältnis zu einer solchen Tradition.

 

Und auch das Publikum ist mit Interpretieren beschäftigt – auch dort, wo man zögern würde, von »Verstehen« zu sprechen. In Frage steht nicht nur, was das Gesehene und Gehörte bedeutet, sondern wie es gestaltet ist, was es tut und wie es wirkt. Insofern wäre auch noch die Abwehr der Interpretation eine Form des Interpretierens.

Aber wie ist das Verhältnis zur Tradition genau zu denken? Gibt es eine Grundlage, vielleicht sogar einen Text und wie verhält die Interpretation sich zu ihm? Was für eine Rolle spielt Verstehen im Entstehungsprozess einer Aufführung? Wie unterscheiden sich verschiedene Kunstformen und Medien hier voneinander? Was für eine Rolle spielen kollektive Prozesse und einzelne Entscheidungen?

 

Die Reihe geht diesen und anderen Fragen anhand von praktischen Beispielen und theoretischen Reflexionen nach. Sie wird vom Campus Gegenwart veranstaltet, gemeinsam mit Kolleg*innen und Studierenden aus den verschiedenen Fakultäten und Instituten der HMDK und darüber hinaus.

 

Orchesterprobenraum

Talking: Agency–In­ter­pre­tie­ren zwischen Grenz­erfah­rung und Gestaltung
Ein Labor interdisziplinären Lehrens und Lernens 

Input: Kathrin Schmitz

Prof.in Dr. Karolin Schmitt Weidmann & Prof. Thilo Dahlmann laden ein zum gemeinsamen Gespräch mit Studierenden und Lehrenden aus den Bereichen Artistic Research, Alte Musik, Neue Musik, Instrumental- und Gesangspädagogik, Musikvermittlung, Elementare Musikpädagogik, Lehramt, Musikwissenschaft, Musiktheorie, Performance, Ästhetik und Komposition.

Musik: 
Franz Schubert: Grenzen der Menschheit, D.716 (1821)
Heinz Holliger: »(t)air(e)« für Flöte solo (1983)

 

Die Zusammenführung unterschiedlicher Perspektiven auf Musik kann für alle musikalischen Disziplinen eine Basis für intensive und vielschichtige Auseinandersetzungen bieten. Vor diesem Hintergrund möchten wir gemeinsam ein künstlerisches Labor gestalten, das sich der Frage nach der Agency von Interpretierenden insbesondere im Zusammenhang von Grenzerfahrungen widmet. Studierende und Lehrende aus unterschiedlichen Disziplinen sowie alle Interessierte erhalten in diesem offenen Gesprächsformat die Gelegenheit, sich auszutauschen, voneinander und miteinander zu lernen, neue Perspektiven kennenzulernen und diese künstlerisch fruchtbar zu machen. 

 

details tba 

Resolving Dissonance: Studying with Bias Awareness and Recognizing Unconscious Bias.

 

Anti-Bias Workshop for students of HMDK Stuttgart. 

Our brain loves categories. Within milliseconds, we sort people by origin, age, gender, or appearance. These quick categorizations, however, often lead to prejudice, stereotypes, and clichés. People or situations get reduced to certain traits instead of being viewed with nuance. 

 

»Unconscious Bias« describes unconscious prejudices that we all hold and that influence our behavior and decisions – often without us noticing.
In the workshop, we will engage with our own unconscious biases, but also examine societal power structures and learn to recognize and actively dismantle mechanisms of discrimination.

 

Dorothee Streich is a singer, anti-bias trainer, and music and theater educator. Her teaching has taken her to HfMT Cologne, Johannes Gutenberg University Mainz, University of Koblenz-Landau, and mdw Vienna. She currently teaches at Dr. Hoch’s Conservatory Frankfurt and at Folkwang University of the Arts Essen, where she also researches music and theater in the context of anti-discrimination work. Independent artistic and artistic-pedagogical projects in the fields of music mediation and music theater round out her professional portfolio. 

details tba